Darm und Zahn – Darm und Zahnfleisch

Eigentlich offensichtlich und doch so häufig übersehen: Der Verdauungstrakt beginnt im Mund!
Aber nicht nur der Verdauungstrakt beginnt im Mund, sondern auch der Verdauungsakt.

Verdauung bedeutet, Nahrung für den Körper verwertbar zu machen. Dazu muß sie zerkleinert und in ihre Bestandteile zerlegt werden – logisch, denn ein ganzer Apfel passt nur schlecht in eine Körperzelle.
Im Mund findet die erste Bearbeitung der Nahrung statt, nämlich das möglichst gründliche, mechanische Zerkleinern durch möglichst gründliches Kauen.

Das ist aber nicht nur die erste, sondern auch die einzige Möglichkeit, die Nahrung mechanisch zu zerkleinern und damit von ganz entscheidender Bedeutung für den Erfolg und die Effektivität des Verdauungsprozesses.
Je kleiner die Nahrungsmittel zerkaut werden, desto größer wird ihre Gesamtoberfläche und je größer die Gesamtoberfläche, desto besser können die Verdauungsenzyme ansetzen und die chemische Zerkleinerung und Verwertung einleiten.
Je größer die Brocken, die bei ungenügendem Kauen im Magen ankommen, desto mehr Magensäure muß gebildet werden, um sie halbwegs aufzuschließen.
Folgen: Sodbrennen, Reflux, Übersäuerung!

Der zweite wichtige Verdauungsschritt, der durch gründliches Kauen ermöglicht wird, ist das Einspeicheln des Verdauungsbreis.
Im Speichel ist nämlich das erste Verdauungsenzym enthalten, die Amylase.

Nehmen Sie doch mal einen Löffel Reis (am besten gekochten, sonst wird’s schwieriger) und kauen den gründlich. Sie werden merken, daß er bald süßlich schmeckt, weil besagte Amylase die Kohlehydratverdauung einleitet. Die Nahrung kommt also schon vorverdaut in den Magen und das spart Energie und Säure.

Wenn nicht genug gekaut wird, muß der Magen mehr Säure produzieren, um seine Verdauungsfunktion zu erfüllen. Die Folge ist die Übersäuerung (siehe auch Übersäuerung).

Dauert die Übersäuerung länger an (wer kaufaul ist, bleibt das meistens auch), muß der Körper ans Eingemachte. Und das sind basische Mineralien, unter anderem aus den Zähnen, um die Übersäuerung zu neutralisieren.
Das wiederum schwächt den Zahnschmelz, weil der jetzt natürlich den Säuren der Kariesbakterien nicht mehr viel entgegenzusetzen hat.

Folge: Karies, Füllungen, Wurzelbehandlungen, Kronen, Brücken und Prothesen.
Ihr Zahnarzt freut sich!

Und wenn alle Stricke reißen, gibt’s ja auch noch Implantate.
Dummerweise mobilisiert der Körper die basischen Mineralsalze aber nicht nur aus den Zähnen, sondern auch aus dem Knochen und das verschlechtert die Prognose für Implantate ganz gewaltig!
Fazit: Kaufaul sein kann ganz schön teuer werden!

Wenn man den Mund als Anfang des Verdauungstraktes versteht, gehören Zähne und Zahnfleisch natürlich auch zum Verdauungstrakt und leiden mit, wenn der nicht gesund ist.
Die Mundhöhle ist wie der Darm ein Paradies für Bakterien. Auch hier gibt es eine gesunde Mundflora, die darüber wacht, daß sich keine schädlichen Bakterien einnisten.
Diese schädlichen Bakterien können sowohl Karies als auch Parodontose hervorrufen.

Jeder Zahn ist über den entsprechenden Akupunkturmeridian mit einem Organ verbunden.
Die beiden großen Backenzähne im Unterkiefer sind mit dem Dickdarm verbunden. In der schulmedizinischen Kariestheorie wird der Zucker und die Bakterien, die sich von ihm ernähren, für Löcher in den Zähnen verantwortlich gemacht. Da konzentrierter Zucker aber auch Darm und Darmflora schädigt, kann der Darm bei „seinen“ Zähnen eine energetische Schwächung bewirken, die dann zur Karies führt.
Umgekehrt können kranke Zähne die mit ihnen verknüpften Organe schädigen.

Ein geschwächter Darm führt automatisch zu einem geschwächten Immunsystem und ein geschwächtes Immunsystem ist die Hauptursache der Parodontose.

Auch hier gilt das NuNalife Prinzip:

Gesunder Darm – Gesunde Zähne – Gesundes Zahnfleisch – Gesunder Mensch!

Zähne
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